10.01.2018

Hochkarätiger Kongress parallel zur acqua alta 2018

Fachmesse bietet exzellente Rahmenbedingungen

Vom 10. bis 12. Januar findet bereits zum dritten Mal die acqua alta in der Messe Essen statt – nun erstmals im Rahmen der Baufachtage West. Ergänzt wird die Fachmesse für Hochwasserschutz, Klimafolgen und Katastrophenmanagement erneut durch einen hochkarätigen Kongress. Am 10. und 11. Januar diskutiert das vierte Symposium zum Hochwasserrisikomanagement den aktuellen Sachstand der Hochwasserschutz-Branche. Als thematischer Leitfaden dient dieses Jahr: „Gemeinsam Handeln – Risiken vermindern: Hochwasser- und Starkregenrisiko-Management in NRW“. Es gilt Akteure zusammenzuführen und Möglichkeiten der Risikominderung zu entwickeln.

Hurrikan Irma bringt Fluten nach Florida, Sturmtief „Sebastian“ verwüstet Norddeutschland und Berlin erlebt einen neuen Starkregen-Rekord: Die Ereignisse des vergangenen Jahres demonstrieren eindringlich, dass extreme Wetterphänomene zu einer zunehmenden Herausforderung des Klimawandels werden. Umso wichtiger ist ein vitaler wissenschaftlicher Austausch. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW lädt gemeinsam mit den Mitveranstaltern BWK, Städtetag NRW, Städte- und Gemeindebund NRW, Landkreistag NRW, AGW, FGHW und HKC alle Akteure der Hochwasserschutz-Branche in die Messe Essen ein. Egal ob Ingenieur- oder Planungsbüro, Behörde, Infrastrukturbetreiber oder potenziell betroffene Wirtschaftsunternehmen – das Symposium bietet in Kombination mit der acqua alta eine vollumfängliche Branchenplattform.

Symposium rückt das Thema Starkregen in den Fokus

Ein Schwerpunkt des ersten Kongresstages liegt auf dem Umgang mit Starkregenrisiken – wie entwickelt sich das Starkregenrisiko? Welche neuen Bedrohungen gibt es? Der zweite Tag widmet sich vor allem dem Hochwasserrisikomanagement und diskutiert unter anderem Themen wie Bau- und Eigenvorsorge, Risikokommunikation oder Objektschutz. Eröffnet wird das Symposium durch Christina Schulze Föcking, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen zum Symposium unter:
http://bwk-bund.de/hwrm-symposium-2018/

Programm:
Symposium: Gemeinsam handeln – Risiken vermindern
Hochwasser- und Starkregenrisikomanagement in Nordrhein-Westfalen

                              1. Tag, Mittwoch, 10. Januar 2018
 

10:00 Uhr
 

Eröffnung – Einführung

 

Hochwasserrisiken und -vorsorge in NRW

Christina Schulze Föcking, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Risikominderung im Rheineinzugsgebiet:

Was haben wir bislang erreicht?

Dr. Anne Schulte-Wülwer-Leidig, Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR)

 

Hochwasserrisikomanagement – der zweite Zyklus

Erik Buschhüter, Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft,

Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

 
11:45 Uhr
Starkregenrisikomanagement

 

Neue Bedrohungen durch Starkregen?

Wie entwickelt sich das Starkregenrisiko?

Prof. Dr. Uwe Ulbrich, Freie Universität Berlin

 

Überlegungen für eine LAWA-Strategie  zum Umgang mit Starkregenrisiken

Jürgen Reich, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

 

NRW-Arbeitshilfe (Entwurf) zum Starkregenrisikomanagement

Bernd Mehlig, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW / Dr. Sandra Pennekamp, INFRASTRUKTUR & UMWELT Professor Böhm und Partner

 
13:00 Uhr
Mittagspause und Gelegenheit zum Messebesuch
14:15 Uhr
Starkregenrisikomanagement (Fortsetzung)

 

Starkregenereignisse an Mehlemer und Godesberger Bach 

Daniel Koch, Bundesstadt Bonn

 

Stark im Regen - Rietberger sorgen vor

Rüdiger Ropinski, Stadt Rietberg

 

 

Kommunale Überflutungsvorsorge – Planer im Dialog

Vera Völker, Deutsches Institut für Urbanistik

 
15:30 Uhr
Podiumsdiskussion

Was brauchen wir für besseres  Starkregenrisikomanagement?

Moderation: Georg Johann, Emschergenossenschaft /

Lippeverband & HochwasserKompetenzCentrum e.V

 
16:30 Uhr
Tagesabschluss und Gelegenheit zum Messebesuch
 

                               2. Tag, Donnerstag, 10. Januar 2018
 

9:30 Uhr
 

Stadt – Land – Fluss: Kommunale Hochwasservorsorge

 

Hochwasserschutzkonzept der Stadt  Stadtlohn 

Mathias Pennekamp, Stadt Stadtlohn

 

Informationsvorsorge der Stadt Siegburg

Thomas Schmitz, Stadt Siegburg

 

Verhaltens- / Informationsvorsorge:

Wie kommunizieren wir im HWRM richtig?

Mag. Franz Tragner, tatwort - Nachhaltige Projekte, Wien

 
11:15
Randbedingungen für die Maßnahmenumsetzung

 

Finanzierung von Maßnahmen des Hochwasserschutzes und der Überflutungsvorsorge

Dr. jur. Peter Queitsch,

Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen

 

Maßnahmen gemeinsam umsetzen: Das Kooperationsbeispiel von Emschergenossenschaft und der Stadt Dortmund

Prof. Dr.-Ing. Burkhard Teichgräber, Emschergenossenschaft und Lippeverband / Dr.-Ing. Christian Falk, Stadt Dortmund, Stadtentwässerung

 
12:00 Uhr
Was können die Kommunen für die Risikovorsorge tun? Wo sind die Grenzen? Diskussion mit dem Plenum und Referierenden

Impuls: Prof. Dr. Lothar Scheuer, Aggerverband

Moderation: Dr.-Ing. Peter Heiland (IU)

 
13:00 Uhr
Mittagspause  und Gelegenheit zum Messebesuch

 
 

 

 

 

 

14:15 Uhr
 

 

 

 

 

Bau- und Eigenvorsorge

 

Hochwasservorsorge im Spannungsfeld  verschiedener Interessen: Wie erreichen  wir mehr Bauvorsorge in der Architektur? 

Dr. Ralf Togler, Sachbereichsleiter Technik und Umwelt, 

Kommunal Agentur NRW GmbH

 

Wie Unternehmen sich vorbereiten (sollten) und was Städte und Gemeinden dafür tun können

Michael Pëus, Pëus Risk & Safety Management, Langenfeld

 
15:15 Uhr
Ereignisvorsorge / Gefahrenabwehr / Objektschutz

 

Aktuelle Anforderungen an Krisenmanagement sowie die Alarm- und Einsatzplanung

Dr. Lars Rentmeister, Kreis Wesel

 

Praxisbeispiel: 

Das Hochwasserportal des Wupperverbandes

Marc Scheibel, Wupperverband

 

Möglichkeiten und Grenzen des technischen Hochwasserschutzes und mobiler Schutzsysteme

Prof. Dr.-Ing. Peter Fröhle, Technische Universität Hamburg

 
16:30 Uhr
Ende der Veranstaltung